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  • Biodiversität - und was macht das ALE Niederbayern?

    • Erstellungsdatum: 08.05.2019
    • Regierungsbezirk:
      Niederbayern
Wer Flurneuordnung, Dorferneuerung oder Integrierte Ländliche Entwicklung (ILE) hört, kann sich oft nicht vorstellen, was das mit Biodiversität zu tun hat. Daher nutzte das Amt für Ländliche Entwicklung Niederbayern das Frühlingsfest des Obst- und Gartenbauvereins Ascha, um dort seinen Beitrag zur Steigerung der Artenvielfalt vorzustellen.

„Gerade in Ascha und seinen Nachbarkommunen können wir mit dem „Netzwerk Streuobst Bayerischer Vorwald“ ein Projekt präsentieren, was sehr zur Biodiversität beiträgt“, so Sachgebietsleiter Peter Aigner. Streuobstwiesen zählen zu den artenreichsten Lebensräumen unserer Kulturlandschaft. Neben einer Fülle an Pflanzen- und Tierarten sind darin nicht selten bereits in Vergessenheit geratene alte Obstsorten zu finden. Ziel des Projektes ist der Erhalt der heimischen Streuobstbestände und Obstgärten mit Hochstamm-Bäumen. Es entstand aus der Zusammenarbeit der Kommunen in der ILE nord23 und wird auch von der Regierung von Niederbayern gefördert.
In der Flurneuordnung rund um Ascha wurden in den vergangenen Jahren Landschaftspflegeflächen ausgewiesen sowie Gewässerschutzstreifen und extensiv bewirtschaftete Streuobstwiesen angelegt. Bei dem Neubau von Wirtschaftswegen verwendeten die Beteiligten Kieswege oder Spurplatten. Und auch in den Dörfern Ascha und Gschwendt ist viel geschehen: Blühflächen mit Bäumen wurden entlang der Straßen gepflanzt, Flächen teilweise entsiegelt und Trockenmauern angelegt. Ein großes Projekt steht noch an: In Ascha wird in nächster Zeit noch eine Hochwasserfreilegung mit Renaturierung der Kinsach umgesetzt.
Auch der Obst- und Gartenbauverein Ascha hat vom Amt für Ländlche Entwicklung (ALE) Mittel zur Gestaltung seiner Freiflächen und des Obstlehrgartens bekommen sowie einen Brotbackofen gebaut. „Solche Vereine und Initiativen tragen vor allem zur Bewusstseinsbildung bei“, erläuterte Ines Altmann vom Amt. Daher unterstützt das ALE auch eine Aktion, bei der die Schulkinder ab der 1. Klasse Obstbäume pflanzen, mit Anleitung veredeln und zuschneiden und dann in der 4. Klasse mit nach Hause nehmen. Wer seinen eigenen Baum pflegt, weiß den Nutzen eines Obstbaumes besser zu schätzen. Viele Kinder nutzten das Frühlingsfest, um ihren Baum abzuholen. Zusätzlich gab es in Ascha noch einen Pflanzenflohmarkt, ein Apfelrätsel und „Pfeil-bogen schießen“ auf einen Apfel.

Neben den „Klassikern“ Integrierte Ländliche Entwicklung, Flurneuordnung und Dorferneuerung hat das ALE weitere Möglichkeiten die Natur in Niederbayern in ihrer Schönheit und Funktionsfähigkeit zu bewahren: Landwirten und Kommunen betreiben gemeinsam nachhaltigen Boden- und Wasserschutz mit der Initiative „boden:staendig“. Zudem unterstützt das ALE mit der ILE Passauer Land und im Ilzer Land zwei Ökomodellregionen. Dort soll die ökologische Anbaufläche ausgeweitet, sowie die Verbindung von Regionalität und ökologischer Erzeugung mit naturverträglichen, nachhaltigen und regionalen Projekten herausgestellt werden.
Das Infoportal LAND wird gefördert von der BAYERISCHEN VERWALTUNG FÜR LÄNDLICHE ENTWICKLUNG    Ländliche Entwicklung in Bayern